Duales Ausbildungssystem

Das Duale Ausbildungssystem ist eine sehr erfolgreiche Form der Berufsausbildung in Deutschland. Es gibt nur in Österreich und in der Schweiz einen vergleichbaren Ansatz, obwohl andere Länder eine Kopie häufig versucht haben. Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis, von Schule und Handwerk, im Dualen Ausbildungssystem ermöglicht eine fundierte praktische Ausbildung gepaart mit einem guten theoretischen Hintergrundwissen. Genau diese Kombination steht für die Wertschätzung und die Beliebtheit des deutschen Handwerkers und Facharbeiters weltweit. Das System sorgt für Qualität und Effizienz in der Arbeitswelt. Historisch ist diese Zweiteilung aus der Zunftordnung des Handwerks und den daraus entwickelten Kammern und Innungen in Kombination mit der später ins Leben gerufenen staatlichen Berufsschule entstanden. Ausbildungsinhalte in Schule und Betrieb sind eng aufeinander abgestimmt. Schulbesuch und betriebliche Ausbildung werden entweder parallel (1 Berufsschultag pro Woche) oder in abwechselnden Blöcken angeboten. Das Duale Ausbildungssystem steht heute in einer beginnenden Krise. Im Vergleich mit anderen Systemen im Ausland ist es deutlich teurer. Es wird immer schwieriger, bei sinkendem Bildungsniveau junge Menschen zu finden, die willens und in der Lage sind, den höheren Anforderungen dieser parallelen Ausbildungsform gerecht zu werden. Die Industrie ist nur noch begrenzt interessiert, einen Mitarbeiter so gut auszubilden und in die Zukunft zu investieren.

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